Mauretanien 2026 – An der Grenze von Mensch und Maschine

Dieses Jahr war unsere Mauretanien Truck Tour keine normale Reise. Es war eine echte Herausforderung – für Mensch, Maschine und Material. Wir waren diesmal bewusst nur mit zwei Trucks unterwegs. Kein Konvoi, keine große Gruppe. Und das aus gutem Grund: Mauretanien kannten wir bisher vor allem mit 4x4-Landcruisern – meist im Norden rund um Atar oder im Süden Richtung Senegal. Doch der Südosten, die Region rund um Tichit, den Elefantenfelsen und den Enji Pass, war für uns Neuland. Und genau dort wollten wir hin.

Elefantenfelsen & Enji Pass mit 14 & 9 Tonnen

Unsere Trucks – 14 Tonnen und 9 Tonnen schwer – durch diese Region zu bringen, war eine Mammutaufgabe. Teilweise lag der Verbrauch bei über 130 Litern Diesel auf 100 Kilometer. Das bedeutet: enorme Reserven an Bord, präzise Planung und null Spielraum für Fehler.

Doch Mauretanien wäre nicht Mauretanien, wenn alles nach Plan laufen würde. In Tichit bekamen wir an der Tankstelle keinen Diesel. In Néma dasselbe Bild: über 100 Meter Schlange an der einzigen Tankstelle im Ort. Also entschieden wir uns, weiterzufahren – 100 Kilometer bis zum nächsten Ort. Es war knapp. Sehr knapp.
Wäre dieser Ort weiter entfernt gewesen, hätten wir trocken gestanden. In solchen Momenten waren wir froh, nur mit zwei perfekt vorbereiteten Expeditionsfahrzeugen unterwegs zu sein.

Vier Wochen Expedition

Diese Reise dauerte vier Wochen. Täglich 8–10 Stunden durch die Wüste. Und manchmal am Ende des Tages weniger als 30 Kilometer geschafft.
Das war keine klassische Tour. Das war Scouting. Expedition. Grenzerfahrung. Deshalb haben wir bewusst nur Teilnehmer mitgenommen, die solche extremen Bedingungen nicht nur aushalten, sondern meistern können. Ein riesiges Lob an unsere „Titander“ Evelyn und Dirk mit ihrem MAN-Truck. Ohne Teamgeist, Erfahrung und Nerven aus Stahl wäre diese Route nicht machbar gewesen.

2027: Tibuktu Express – Die nächste Stufe

Nach dieser Tour war für uns klar: Das schreit nach Wiederholung. 2027 gehen wir noch einen Schritt weiter.
Die neue Expedition wird heißen: „Timbuktu Express“
Sechs Wochen Marokko – Mauretanien – Mali.

Start und Ziel wieder unterhalb von Agadir auf unserem bewährten Campingplatz. Zügig durch Marokko, dann voller Fokus auf Mauretanien mit: Erzbahnstrecke, Nouadhibou, Atar & Chinguetti, Elefantenfelsen, Enji Pass, Lajun, Néma und Wüstenkrokodile.

Und – wenn es die politische Lage erlaubt – weiter nach Mali mit dem Ziel Timbuktu. Alternativ konzentrieren wir uns auf den Süden und die Region rund um Bamako. Aktueller Stand (Februar 2026): Eine Durchfahrt bis Timbuktu scheint möglich. Wie sich die Lage in 10–11 Monaten entwickelt, können wir heute nicht sagen. Expedition bedeutet immer auch Flexibilität.

Timbuktu Expedition 2027

Bereit für die nächste Herausforderung?
Wer ernsthaft Interesse an der Tibuktu Express Expedition 2027 hat, sollte sich frühzeitig bei uns melden.
In den kommenden Tagen stellen wir die komplette Tour online – mit allen Details, Voraussetzungen und Abläufen.

Bis dahin gilt:
Fahrzeuge vorbereiten.
Nerven trainieren.
Und die Sehnsucht wachsen lassen.

Mauretanien hat uns dieses Jahr an die Grenze gebracht. 2027 gehen wir noch einen Schritt weiter.

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